KRIEGSWUNDEN: Ukraine zwei Jahre nach der Invasion

Greifswald Ukrainian Summer School
XVIII. Jahrhundert. Greifswald Ukrainecum

bis 24. August 2024

XVIII. Jahrhundert. Greifswald Ukrainian Summer School – Greifswald Ukrainian Summer School unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Roman Dubasevich (Greifswald)

Zwei Jahre nach dem russischen Einmarsch zeigt das ukrainische Volk weiterhin bemerkenswerten Widerstand und Standhaftigkeit, indem es sein Land verteidigt, trotz akuten Mangels an Munition, Kampfjets und Personal. Doch hinter den heroischen Bildern einer „ungebrochenen“ oder „unbesiegbaren“ Nation beginnt eine zutiefst verletzte Gesellschaft sichtbar zu werden, die mit den qualvollen psychologischen, ökologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Folgen des Krieges kämpft.

Einerseits zollt das Ukrainicum in diesem Jahr dem Widerstand, der Kreativität und der Selbstaufopferung der einfachen und herausragenden Ukrainer Tribut. Andererseits verfolgt es das Ziel, die letzten zwei Jahre zu analysieren und die kurzfristigen sowie langfristigen Folgen des andauernden Kampfes und der Zerstörungen zu untersuchen und zu bewerten.

In den Seminaren und Vorträgen, die sich mit den sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und psychologischen Folgen des Krieges befassen, widmet sich das Greifswalder Ukrainicum traditionell der Frage, wie die ukrainische Kultur auf dieses katastrophale Ereignis in ihrer jüngeren Geschichte reagiert, darüber nachdenkt und damit kämpft.

Unser traditionell interdisziplinärer Ansatz wird vertieft, indem er auf die Erfahrungen anderer dramatischer – heißer oder eingefrorener – moderner Konflikte und Theater wie der Kriege im ehemaligen Jugoslawien, im Berg-Karabach oder in Weißrussland zurückgreift. Die vergleichende Perspektive stellt den ukrainischen Fall nicht nur in einen transnationalen und globalen Kontext, sondern bietet auch wertvolle Einblicke in die Dynamik moderner militärischer Konflikte – ihre Vergangenheit, Gegenwart und regt Diskussionen über deren Ende und die Zukunft nach apokalyptischen Ereignissen an.

Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, intensiv an diesen Themen in Greifswald während der zwei Wochen zu arbeiten. In dieser Zeit gibt es auch zahlreiche Gelegenheiten, sich mit anderen jungen Wissenschaftlern und Forschern auszutauschen.

Die Unterrichtssprache ist Englisch. Für eine erfolgreiche Teilnahme sollten die Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2/C1 oder höher liegen.

    © 2025 Lena Trembitska
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    Lena Trembitska

    Psychoanalytisch orientierter Life Coach und Gruppenanalytikerin.